Vorwurf der Vergewaltigung – Strafverteidiger Pflefka erreicht Einstellung des Ermittlungsverfahrens

 

 

Im Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Coburg wurde unserer Mandantschaft eine Vergewaltigung nach § 177 Abs. 1, 2 Nr. 2, 3, 4, 5, VI Nr. 1, 2 StGB vorgeworfen. Dieser Vorwurf konnte von Strafverteidiger Pflefka mangels Tatnachweis ausgeräumt werden.

 

Der Tatvorwurf bestand darin, dass unsere Mandantschaft eine junge Frau in seiner Wohnung sowohl zu oralem als auch vaginalem Geschlechtsverkehr gezwungen haben soll. Dies würde eine Vergewaltigung darstellen, die nach § 177 StGB mit einer Freiheitsstrafe von nicht unter zwei Jahren bestraft wird.

 

Im Anschluss an ein vertrauliches Mandantengespräch beantragte Strafverteidiger Pflefka gegenüber der Staatsanwaltschaft zunächst Einsicht in die Ermittlungsakte. Nach aufmerksamer Durchsicht stellte er fest, dass der Tatnachweis nicht geführt werden kann.

 

Laut der Zeugin und gleichzeitig Geschädigten habe unser Mandant sie zu sich nach Hause eingeladen, um dort gemeinsam Alkohol zu konsumieren. Er habe weiterhin versucht, sie gegen ihren Willen zu küssen, im Verlauf zu entkleiden und schließlich in sein Schlafzimmer zu bringen. Dort habe sie versucht, unserem Mandanten deutlich zu machen, dass sie nicht mit ihm schlafen oder überhaupt nach Hause gehen möchte, da sie in einer festen Partnerschaft lebt. Es gelang unserem Mandanten angeblich, die Zeugin zum Bleiben zu überreden und sodann vaginalen Geschlechtsverkehr mit ihr durchzuführen. Die vermeintlich Geschädigte habe dann den Geschlechtsverkehr abgebrochen, sich angezogen und die Wohnung der Mandantschaft verlassen. Nach Rückfrage berichtete die Zeugin ebenfalls von erzwungenem Oralverkehr.

 

Unsere Mandantschaft schilderte den Vorfall in deutlich anderer Weise. Die Unterschiede und kritische Würdigung der Widersprüche zeigte Strafverteidiger Pflefka in einem Schriftsatz gegenüber der Staatsanwaltschaft auf.

 

Laut eigener Angabe hatte die Zeugin nur wenig Alkohol konsumiert, während eine Blutanalyse einen höheren Promillewert ergab. Dadurch dürfte sie bereits deutlich enthemmt gewesen sein. Weiterhin gibt die Zeugin an, dass unsere Mandantschaft zu keinem Zeitpunkt Zwang oder Gewalt angewendet hat. Dies legt nahe, dass die Zeugin aus eigenem Antrieb geblieben ist und die Wohnung nicht verlassen hat. Unsere Mandantschaft hatte auch keine Informationen über eine feste Partnerschaft der Zeugin, was wiederum zeigt, dass diese den Sexualkontakt als Seitensprung ansieht und daher bereut. Außerdem berichtete die Zeugin nicht von sich aus vom stattgefundenen Oralverkehr, sondern erst auf Nachfrage. Dies lässt erkennen, dass er nicht erzwungen war, sondern möglicherweise sogar auf Initiative der angeblich Geschädigten erfolgte. Die Zeugin hat sich schließlich von unserer Mandantschaft durch wechselseitige Küsse überzeugen lassen, vor Ort zu bleiben, sie dürfte daher zumindest keinen gegenstehenden Willen gehabt haben.

 

Den in einem Schriftsatz von Strafverteidiger Pflefka festgehaltenen Ausführungen folgte die Staatsanwaltschaft Coburg und stellte das Ermittlungsverfahren vollumfänglich ein. Unserer Mandantschaft konnte so eine Anklage sowie eine öffentliche Gerichtsverhandlung erspart werden.

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