Vorwurf der vorsätzlichen Körperverletzung – Rechtsanwalt für Strafrecht Pflefka erwirkt Einstellung des Verfahrens

Unserem Mandanten wurde im Rahmen der gegen ihn geführten Ermittlungen eine Körperverletzung gemäß § 223 Abs. 1 StGB vorgeworfen. Hilfesuchend wandte er sich an uns. In einem persönlichen Gespräch wurde zunächst mit der Mandantschaft geklärt: Keine weiteren Einlassungen gegenüber der Polizei!

Bei einer einfachen vorsätzlichen Körperverletzung gemäß § 223 StGB droht eine Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe.

Im Rahmen einer spielerischen Auseinandersetzung zwischen zwei Freunden wäre es zunächst zu einer einvernehmlichen, leichten körperlichen Auseinandersetzung gekommen, die von unserem Mandanten ausging. Im Rahmen dieser Rangelei hätte mein Mandant den Daumen des Gegenübers in die Hand genommen und diesen nach hinten gebogen. Daraufhin wäre meinem Mandanten von seinem Gegenüber eine Ohrfeige verpasst worden, woraufhin dieser den Daumen des Gegenübers so nach hinten umgebogen hätte, sodass zwei Knackgeräusche ertönt wären.

Nach Akteneinsicht und Auswertung der Ermittlungsakte sowie Bewertung der Zeugenaussagen stand fest: Unser Mandant handelte in Notwehr!

Denn es konnte herausgearbeitet werden, dass der Handlung unseres Mandanten der Angriff seines Kontrahenten, nämlich eine nicht einvernehmliche Ohrfeige, vorausgegangen war. Unser Mandant hatte lediglich versucht diese Ohrfeige abzuwehren, denn diese beendet die vorherigen noch einvernehmlichen – und vor allem leichten – Verletzungen.

Mit Hilfe von Fachliteratur sowie aktueller Rechtsprechung wurde eine umfassende Schutzschrift begründet, um die Notwehrlage und Notwehrhandlung meines Mandanten darzulegen. Die Staatsanwaltschaft ist dem Antrag von Rechtsanwalt Pflefka gefolgt und stellte das Verfahren ein.

Der Mandant war erleichtert darüber, dass ihm eine Anklage sowie eine öffentliche Gerichtsverhandlung erspart blieb.

Wir sind für Sie da!

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