Vorwurf der Geldwäsche – Strafverteidiger Pflefka erwirkt Einstellung des Verfahrens

Unserem Mandanten wurde im Rahmen der gegen ihn geführten Ermittlungen Geldwäsche gem. § 261 StGB vorgeworfen. Er habe Anfang des Jahres 2022 von einer Internetbekanntschaft eine Überweisung in Höhe von ca. 60.000 Euro auf sein Bankkonto erhalten, um diese gewinnbringend anzulegen. Tatsächlich stammten jene Gelder aus einer zuvor stattgefundenen Betrugstat zum Nachteil einer koreanischen Gesellschaft.

Wegen Geldwäsche macht strafbar wer einen Gegenstand, der aus einer rechtswidrigen Tat herrührt,

1. verbirgt,

2. in der Absicht, dessen Auffinden, dessen Einziehung oder die Ermittlung von dessen Herkunft zu vereiteln, umtauscht, überträgt oder verbringt,

3. sich oder einem Dritten verschafft oder

4. verwahrt oder für sich oder einen Dritten verwendet, wenn er dessen Herkunft zu dem Zeitpunkt gekannt hat, zu dem er ihn erlangt hat.

Dies wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Nachdem durch Rechtsanwalt Pflefka Akteneinsicht genommen wurde, wurde die Ermittlungsakte zunächst gründlich analysiert. Es konnte schließlich herausgearbeitet werden, dass die unserem Mandanten vorgeworfene Handlung nicht strafbar war. Denn aufgrund von nicht zweifelsfrei identifizierbaren Empfängerangaben, ging der Überweisungsbetrag zunächst in einen vorgeschalteten „Pool“ ein und wurde dem Konto unseres Mandanten nicht unmittelbar gutgeschrieben. Entsprechend wurde der Tatbestand der Geldwäsche vorliegend nicht erfüllt. Es handelte sich vorliegend allenfalls um den Versuch der Geldwäsche, welcher in der fahrlässigen Begehungsweise nicht strafbar ist.

Die Staatsanwaltschaft folge dem Antrag von Rechtsanwalt Pflefka und stellte das Verfahren ein.

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