Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung – Rechtsanwalt Pflefka erreicht Einstellung des Ermittlungsverfahrens gegen Geldauflage

 

Unserer Mandantschaft wurde von der Staatsanwaltschaft Kassel eine fahrlässige Körperverletzung gemäß § 229 StGB vorgeworfen. Rechtsanwalt Pflefka konnte bereits im Ermittlungsverfahren die Einstellung gegen Geldauflage erwirken.

 

Konkret wurde unsere Mandantschaft beschuldigt, auf einem Festival durch zu schnelles Vorwärtsbewegen eine andere Person umgerannt und dadurch am linken Ellbogen sowie an beiden Knien verletzt zu haben. Die fahrlässige Körperverletzung wird in § 229 StGB mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder mit einer Geldstrafe sanktioniert.

 

Nach Durchsicht der Ermittlungsakte fiel schnell auf, dass eine Einstellung des Ermittlungsverfahrens potenziell erreichbar ist. Unserer Mandantschaft wurde von der Staatsanwaltschaft Kassel vorgeworfen, die nötige Sorgfaltspflicht außer Acht gelassen zu haben. Rechtsanwalt Pflefka verfasste daraufhin einen Schriftsatz und stellte unter Heranziehung der Ermittlungsakte klar, dass unsere Mandantschaft die Sorgfaltspflicht eben doch beachtet hatte:

 

Im Moment des Zusammenstoßes mit der geschädigten Person war unsere Mandantschaft auf der Suche nach einer verloren gegangen Brille. Dadurch war die Mandantschaft, die eine starke Fehlsichtigkeit (Dioptrienwert von -7 bzw. -8) hat, in der Sicht sehr eingeschränkt. Sie versuchte dennoch, das Gelände, auf dem sie und viele weitere Personen sich aufhielten, zu verlassen, um keine Gefahr für andere darzustellen.
Aus der Ermittlungsakte ging hervor, dass unsere Mandantschaft bereits vor dem Zusammenstoß anwesende Polizeibeamte um Hilfe gebeten hat, die sie allerdings nicht erhielt. Es war also zu beachten, dass unsere Mandantschaft sehr nervös und aufgeregt war, da sie nicht wusste, wie sie wieder an die Brille kommen sollte.

 

Durch das Hilfegesuch bei der Polizei und das eigeninitiative Verlassen des Geländes handelte unsere Mandantschaft eindeutig mit der notwendigen Sorgfaltspflicht. Zudem konnte sie selbst nicht vorhersehen, dass es zu einer solchen Verletzung der geschädigten Person kommen würde.

 

Die Staatsanwaltschaft Kassel folgte der Argumentation des Rechtsanwalts Pflefka und erkannte, dass das Führen des Tatnachweises in einer Hauptverhandlung problematisch werden könnte. Daraufhin bot die Staatsanwaltschaft unserer Mandantschaft an, das Ermittlungsverfahren gegen eine geringe Geldauflage einzustellen.

 

Hierauf konnte sich letzten Endes geeinigt werden, sodass unsere Mandantschaft lediglich einen geringen Geldbetrag an eine gemeinnützige Organisation zahlen musste, jedoch keine Anklageerhebung und öffentliche Gerichtsverhandlung stattfand. So konnte für unsere Mandantschaft eine etwaige Verurteilung und damit verbundene Eintragung ins Bundeszentralregister vermieden werden.

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