Die Untersuchungshaft
Ihr Rechtsanwalt für Strafrecht aus Bamberg steht Ihnen bundesweit zur Seite

Eine Festnahme mit anschließender Unterbringung in Untersuchungshaft stellt sowohl für den Inhaftierten als auch für dessen Angehörige eine besondere Belastung dar. Der Betroffene wird von jetzt auf gleich aus seinem sozialen Umfeld gerissen und befindet sich in U-Haft nahezu gänzlich abgetrennt von der Außenwelt. Neben der stigmatisierenden Wirkung droht der Verlust von Arbeitsplatz und Wohnung. Aus diesem Grund ist das oberste Gebot die Verhinderung der Untersuchungshaft. Die Bedingungen in U-Haft sind schlechter als jene in Strafhaft. Umso wichtiger ist es, dass Sie zeitnah einen Rechtsanwalt für Strafrecht mit Ihrer Verteidigung beauftragen. Rechtsanwalt Pflefka steht Ihnen als Rechtsanwalt für Strafrecht aus Bamberg bei jeglichen Fragen zum Thema Untersuchungshaft bundesweit zur Seite.

Wir sind für Sie da!
Wir wissen um die Bedingungen in U-Haft und setzten uns für eine zeitnahe Freilassung Ihrerseits ein – Nehmen Sie noch heute Kontakt zu uns auf!

Was versteht man unter der Untersuchungshaft?

Unter der Untersuchungshaft versteht man eine richterlich angeordnete Freiheitsentziehung während des Ermittlungsverfahrens. Im Vergleich zur Strafhaft herrschen in Untersuchungshaft strengere Bedingungen, da das Ermittlungsverfahren gegen den Inhaftierten noch andauert. Gegen einen Inhaftierten in Strafhaft erging bereits ein Strafurteil, durch welches er zu einer Freiheitsstrafe verurteilt wurde.

Rechte des Beschuldigten in Untersuchungshaft

Einem Inhaftierten in Untersuchungshaft kommen verschiedene Rechte zu.

    Anspruch auf einen Anwalt in U-Haft

    Ab dem Moment der Festnahme hat der Beschuldigte das Recht, einen Rechtsanwalt zu kontaktieren. Dieses Recht sollte man unbedingt in Anspruch nehmen. Machen Sie keine Angaben zur Sache, bevor Sie nicht mit einem Rechtsanwalt gesprochen haben!
    Nichts ist ärgerlicher als durch eine unüberlegte Aussage die eigene Verteidigungsposition zu verschlechtern. Ein falsches Wort gegenüber der Strafverfolgungsbehörde kann die Inhaftierung in U-Haft begründen. Nachdem Sie mit einem Rechtsanwalt gesprochen haben, können Sie sich zur Sache einlassen oder sich schweigend verteidigen.

      Schweigen Sie zu den Vorwürfen – Dies darf Ihnen per Gesetz nicht negativ zur Last gelegt werden!

      Der Strafverteidiger wird den Beschuldigten bereits zum Vorführtermin beim Ermittlungsrichter begleiten und sich dafür einsetzen, dass der Beschuldigte freikommt. Gelingt ihm dies nicht, besteht daneben weiter die Möglichkeit, dass der Rechtsanwalt Haftbeschwerde oder einen Antrag auf mündliche Haftprüfung in einreicht, um dafür zu sorgen, dass der Beschuldigte freikommt.

      Darf man jemanden in Untersuchungshaft besuchen?

      In U-Haft kommt dem Inhaftierten lediglich ein beschränktes Besuchsrecht zu. Aufgrund dessen, dass die Ermittlungen gegen den Beschuldigten noch andauern, steht dieser unter besonderer Beobachtung. Damit dieser nicht über seine Besuchskontakte Einfluss auf mögliche Zeugen oder Mittäger nimmt, ist dessen Besuchsrecht eingeschränkt.

      Der Verteidiger darf seinen Mandanten in Untersuchungshaft grundsätzlich so oft besuchen, wie er möchte. Ebenso muss die schriftliche Kommunikation zwischen Inhaftiertem und dessen Verteidiger gem. § 148 Abs. 1 StPO uneinschränkt möglich sein.

      Anderen Personen als dem Verteidiger ist ein Besuch erst nach vorheriger Besuchserlaubnis gestattet. Hierzu muss beim zuständigen Gericht ein entsprechender Antrag gestellt werden. Dem Antrag muss eine Kopie des Personalausweises beigefügt werden. Wurde der Antrag bewilligt, muss man anschließend die Besuchszeiten mit der jeweiligen JVA vereinbaren. Für die Dauer des Besuchs müssen Sie Ihre Mobilfunkgeräte und sonstige Gegenstände am Eingang der JVA abgeben. Ebenso darf während des Besuchs nicht über den Tatvorwurf gesprochen werden.

      Da wir um die besonderen Bedingungen in Untersuchungshaft wissen, ist es uns ein Anliegen, den inhaftierten Mandanten möglichst fürsorglich zu betreuen. Gerne stehen wir Ihnen auch in Bezug auf die Besuchserlaubnis zur Seite.

      Briefpost und Telefonate

      Der Inhaftierte kann grundsätzlich über Briefe mit seinen Angehörigen und anderen naheliegenden Personen kommunizieren. Beachten Sie dabei aber, dass die Staatsanwaltschaft den Postverkehr des Inhaftierten kontrolliert. Der Briefverkehr wird von der Staatsanwaltschaft oder vom Gericht mitgelesen, um sicherzustellen, dass der Inhaftierte nicht auf Zeugen oder Mittäter einwirkt oder die Vernichtung von potenziellem Beweismaterial veranlasst. Telefonate darf der Inhaftierte nur führen, wenn sie zuvor vom Gericht genehmigt werden.

      Wird die Zeit in U-Haft auf die Haftstrafe angerechnet?

      Ja, die Zeit in Untersuchungshaft wird bei einer späteren zu verbüßenden Freiheitsstrafe grundsätzlich angerechnet.

      „Hat der Verurteilte aus Anlass einer Tat, die Gegenstand des Verfahrens ist oder gewesen ist, Untersuchungshaft oder eine andere Freiheitsentziehung erlitten, so wird sie auf zeitige Freiheitsstrafe und auf Geldstrafe angerechnet.“
      (§ 51 Abs. 1 S. 1 StGB)

      Dauer der U-Haft: Wie lange dauert die Untersuchungshaft?

      Die Untersuchungshaft darf in der Regel höchstens sechs Monate andauern. § 121 Abs. 1 StPO besagt hierzu:

      Solange kein Urteil ergangen ist, das auf Freiheitsstrafe oder eine freiheitsentziehende Maßregel der Besserung und Sicherung erkennt, darf der Vollzug der Untersuchungshaft wegen derselben Tat über sechs Monate hinaus nur aufrechterhalten werden, wenn die besondere Schwierigkeit oder der besondere Umfang der Ermittlungen oder ein anderer wichtiger Grund das Urteil noch nicht zulassen und die Fortdauer der Haft rechtfertigen.

      Eine Fortdauer der U-Haft über sechs Monate darf somit nur erfolgen, wenn die besondere Schwierigkeit oder der besondere Umfang der Ermittlungen oder ein anderer wichtiger Grund die Fortdauer rechtfertigen. Wurde die Untersuchungshaft dagegen wegen Wiederholungsgefahr i.S.v. § 112a StPO angeordnet, so liegt die Höchstdauer der U-Haft gem. § 122a StPO bei 12 Monaten.

      Verteidigungsmöglichkeiten in Untersuchungshaft

      Um die Untersuchungshaft zu verhindern, stehen unterschiedliche Rechte zur Verfügung. Insbesondere die Haftprüfung und die Haftbeschwerde geben dem Strafverteidiger die Möglichkeit, die Anordnung der Haft nachträglich überprüfen zu lassen. Daneben spielt der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit eine erhebliche Rolle, wenn es um die Frage der Anordnung der Untersuchungshaft geht.

      Mit der Dauer der Untersuchungshaft steigen die Anforderungen an diese, sodass der Strafverteidiger nach einer gewissen Zeit trotz unveränderter Ausgangslage die Aussetzung der U-Haft erreichen kann. Dies kann etwa durch die Stellung einer Kaution oder durch Erfüllung bestimmter Meldeauflagen erfolgen.

      Haben wir Ihr Interesse geweckt?

       

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